Insel Schwanau

Die Schwanau ist die grössere der beiden Inseln im Lauerzersee.

Im Lauerzersee befinden sich zwei Inseln, die Schwanau und die Roggenburg. letztere war aber nie bewohnt. Die Insel Schwanau ist 200 Meter lang und bis zu 55 Meter breit. Sie hat eine Fläche von 5728 m² und liegt rund 125 Meter vom Südufer des Sees entfernt. erreichbar ist sie nur mit dem Fährschiff.


Die Insel beherbergt die Schlossruine Schwanau, eine kleine Kapelle sowie das Inselrestaurant. Sie liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Lauerz, befindet sich aber im Besitz des Kantons Schwyz.

Geschichte

Die Insel Schwanau wurde gemäss archäologischer Funde schon sehr früh bewohnt. So soll gemäss Angaben älterer Autoren unter anderem eine in Lyon geprägte Mittelbronze-Münze des Kaisers Tiberius gefunden worden sein. Im Mittelalter hat die Insel Schwanau zum oberen Hof zu Arth, welcher im Besitz des Grafenge-schlechtes der Lenzburger stand, gehört. Mit dem Aussterben der Lenzburger kam die Insel in die Hände der Kyburger und nach dessen Aussterben 1273 in die Hände der Habsburger. Die Insel fand im Mittelalter jedoch noch einmal Erwähnung. Im Weissen Buch von Sarnen des Sarner Landschreibers Hans Schriber erwähnt dieser die Insel unter dem Namen "Swandowe".

Der untere Teil des Bergfrieds der Burgruine reicht in die Zeit der Kyburger zurück und wurde vermutlich um 1200 bis 1240 erstellt. Bereits um ca. 1250 wurde die Burg - höchstwahrscheinlich durch einen Brand - zerstört. Ob der Brand im Zusammenhang mit kriegerischen Auseinandersetzungen ausbrach, lässt sich nicht schlüssig beantworten. Immerhin lässt der Abbruch der Fundreihe um die Mitte des 13. Jahrhunderts darauf schliessen, dass mit der Zerstörung auch eine Plünderung stattgefunden haben dürfte. Mit der Zerstörung wurde es auch stiller um die Insel Schwanau.

Erst im ausgehenden 17. und im 18. Jahrhundert wurde die Insel durch einen fränkischen Einsiedler namens Johann Linder bewohnt. 1684 wurde sogar eine Kapelle St. Johann auf der Insel erstellt. Mit dem Einfall der Franzosen wurden die erbaute Kapelle und die Einrichtungen auf der Insel jedoch wieder verwüstet. Die Flutwelle des Bergsturzes von Goldau 1806 zerstörte denn die noch stehenden Reste.

1809 verkaufte die Kirchgemeinde Schwyz die Insel an den General und Landeshauptmann Ludwig Auf der Maur. General Auf der Maur erhielt mit dem Kauf der Insel die Verpflichtung, die Kapelle wieder aufzubauen und die Ruine zu erhalten. Die Familie Auf der Maur behielt die Insel bis 1967 in ihrem Besitz und verkaufte sie an den Kanton Schwyz. Als wohl prominentester Besucher der Insel gilt der Dichter Johann Wolfgang von Goethe.

Die Insel Schwanau scheint aber auch sagenumwoben zu sein. So besagt die Volkssage unter anderem, dass man alljährlich bei der Insel einen Donnerschlag und ein Geschrei aus der Ruine des Turms hört. Alsdann rennt oben rings um die Turmmauer eine weiss gekleidete Tochter mit brennender Fackel einem gewappneten Manne nach. Er sucht ihr ständig auszuweichen und stürzt sich schliesslich heulend in den See. Für ein Jahr ist der Rachegeist des Mädchens sodann wieder gestillt.

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