Gemeinde Lauerz

Kanzlei, wie weiter…

15.11.2017

Am 10. November 2017 hatte der Gemeinderat die Lauerzer Bevölkerung zu einem Workshop „Kanzlei, wie weiter“ eingeladen. Die Veranstaltung fand unter Leitung einer externen Fachperson im kleinen Saal der Mehrzweckanlage Lauerz statt. Die rund 20 Teilnehmenden diskutierten sehr engagiert über die Zukunft der Gemeindekanzlei.

Gemeindepräsident Roman Gisler umschreibt die Ziele des Workshops wie folgt: Sichtbar machen der Ängste, Befürchtungen und Vorbehalte, welche im Mai 2017 zur Ablehnung des Verpflichtungskredites geführt haben. Erarbeiten von Grundlagen und Vorstellungen der Grundlagen, welche eine Projektgruppe als Basis für ihre Planungsarbeit nutzen kann. Aufzeigen der möglichen und realisierbaren Varianten zuhanden des Gemeinderates.

Gestartet wurde mit der Frage: „Was braucht es, damit die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger das Projekt Gemeindekanzlei annehmen?“

In vier Gruppen wurde diese Frage bearbeitet und daraus offene, zu klärende Punkte ausgearbeitet. Als Schwerpunkt wurde festgestellt, dass die Sanierung der bestehenden Kanzlei nur mit hohem finanziellem Aufwand machbar wäre. Ein Neubau, ob mit oder ohne Mantelnutzung (Wohnung Hauswart, Alterswohnungen etc.) muss im Detail geklärt werden. Abhängig ist man hier vom Umstand, dass das Kanzleigrundstück in der Zone öffentlicher Bauten steht, was die private Nutzung stark einschränken, wenn nicht gar verunmöglichen würde. Die Teilnehmenden waren sich aber einig, dass das Projekt nun rasch möglichst gestartet werden soll.

Es ergaben sich vier Schwerpunkte, welche mit der Methode Open Space bearbeitet wurden: Standort, Kosten, Mantelnutzung und Projektorganisation.

Bezüglich Standort wurde keine definitive Aussage gemacht. Die Eruierung des am besten geeigneten Ortes wird Sache der Projektgruppe sein. Sollte der Neubau im Bereich der bestehenden Kanzlei realisiert werden, ist der Sicherheit im Schulbereich bezüglich der Zufahrt grosses Gewicht beizumessen.

Das „Preisschild“ wurde kontrovers diskutiert. Die bereits vorliegenden Projekte sind auf ihre Aktualität in Bezug auf die zu erwartenden Kosten zu prüfen. Alternative Bauformen, wie ein Holzgebäude, sollen ebenfalls möglich sein. Der Gemeinderat wird den Kostenrahmen aber erst nach Abschluss der Projektierungsphase bekanntgeben, um Spekulationen vorzubeugen.

Die Teilnehmenden waren sich bezüglich der Raumnutzung nicht ganz einig. Grundsätzlich geht es ja darum, eine neue Kanzlei für die Verwaltung zu planen. Wenn es möglich ist, noch Raum für Wohnungen zu schaffen, welche der Gemeinde dienen könnten, steht dem nichts im Wege. Der Gemeinderat wird sich im Rahmen seines aktuell laufenden Strategieprozesses mit der Frage auseinandersetzen, welche Aufgaben auch in Zukunft durch die Gemeinde zu erbringen sind. Daraus kann es Anpassungen am Raumbedarf der Verwaltung ergeben.