Gemeinde Lauerz

Bekämpfung von Neophyten

16.05.2013

Bekämpfung von Neophyten, Infoanlass
Neophyten ist die Bezeichnung für Pflanzen, die erst seit der Entdeckung Amerikas (1492) bei uns vorkommen. Wörtlich übersetzt bedeutet Neophyten «neue Pflanzen». Diese gebietsfremden Pflanzen sind zum grössten Teil völlig harmlos (z. B. die Rosskastanie oder das Kleine Springkraut).
Einige der neuen Pflanzen verhalten sich jedoch invasiv. Sie verwildern, breiten sich stark aus und verdrängen dabei die einheimische Flora. Bestimmte Pflanzen sind sogar gefährlich für unsere Gesundheit, andere können Bachufer destabilisieren oder Bauten schädigen. Alle diese Problempflanzen bezeichnet man als invasive Neophyten. Zurzeit gelten in der Schweiz 24 Arten als nachweislich schädliche invasive Neophyten und 22 Arten als potentiell schädliche invasive Neophyten.
Der Gemeinde sind Standorte des Japanischen Knöterichs, des Kirschlorbeers, des Essigbaums, der Goldrute sowie des Jakobs- und Wasserkreuzkrautes bekannt. Sie sind bereits in einer Datenbank erfasst.
Bekämpft werden in diesem Jahr die Standorte des Japanischen Knöterichs. Die Wurzeln des Japanischen Knöterichs können in kleinste Ritzen von Mauern und Asphalt eindringen und diese durch ihr Wachstum sprengen. Durch seine dichten Bestände verdrängt er zudem einheimische Pflanzen und nimmt ihnen den natürlichen Lebensraum. Durch mehrmaliges Mähen (bis zu 8 Mal!) pro Jahr kann der Japanische Staudenknöterich zwar langfristig geschwächt, aber nicht beseitigt werden. Alle Pflanzenteile müssen verbrannt oder bei 70 °C kompostiert werden. Ein Ausgraben der Wurzeln zeigt gute Erfahrungen. Allerdings ist dies sehr aufwändig, da die Wurzeln bis zu 3 Meter tief in den Boden reichen können. Mit Total-Herbiziden wurden bessere Erfahrungen gemacht. Aber auch Herbizide müssen mehrere Jahre hintereinander angewendet werden. Sie sind entlang von Gewässern und auf Strassen, Wegen, Plätzen und Böschungen jedoch verboten.
In den nächsten Tagen wird zum Thema Neophyten ein Flyer in die Haushaltungen verteilt. Bitte beachten Sie im Flyer die allgemeinen Regeln und entfernen sie die Problempflanzen in ihrem Garten. Weitere Bekämpfungsaktionen werden folgen und im Infoblatt jeweils publiziert.
Am Samstag, 8. Juni 2013, findet zum selben Thema in Lauerz eine öffentliche Informations-veranstaltung statt. Die Problematik und der korrekte Umgang mit den Exoten im Garten werden ihnen hier näher gebracht und Fragen beantwortet. Wir empfehlen ihnen heute schon das Datum vorzumerken.


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